Ein Ort, der verzaubert

Das FRÖBEL-FANTASIELABOR in Ostheim ist ein Haus der Kreativität: Malen mit Steinen, Schreiben mit Federn, Kleben mit Farbe - alles darf auch anders genutzt werden. Die Kinder dürfen ohne Einschränkungen Ideen ausleben und Vorhandenes in etwas Anderes verwandeln. Das ist zunächst eine Herausforderung, da man Scheu ablegen und Ideen zulassen muss und das ohne, dass ein Erwachsener einem sofort Ideen vorgibt, was man mit dem Haken oder der Schnur tun kann.

Ideen entwickeln und sich einlassen benötigt Zeit und Raum. Den Raum und die Zeit bekommen die Kinder im Fantasielabor. Der Erzieher bzw. die Erzieherin begleitet den Prozess, bereitet eine anregende Umgebung vor und schafft Ruhe und Zeit, die die Kinder brauchen.

Das Fantasielabor orientiert sich ganz an nachhaltigem Arbeiten. Das vorhandene Material ist aus Industrie und Gewerbe. Dinge, die ursprünglich „Abfall“ waren, bekommen eine neue Bestimmung und werden neu genutzt.

Ein Tag im FANTASIELABOR

Die Kinder betraten den Raum erst sehr ruhig. Dann kam die Aufforderung, sich umzuschauen. Die Farbpallette wurde bestaunt, 14 Farben und viele Pinsel warteten auf kleine Maler. Lupen, Fäden, Stifte, kleine Gegenstände aus diversem Material (Deckel, Baumscheibe, Stoffstücke, Gummi, bunte Steine, Knöpfe, Papierteile, Plastik- und Metallteile unterschiedlichster Art) lagen nach Farben geordnet auf einem Tisch präsentiert. Schnell wurden die ersten Gegenstände in die Hand genommen und genau betrachtet. Lupen und Taschenlampe erleichterten die Entdeckertour. Papier wurde auf dem Boden ausgelegt und an die Wand gehängt. „Ich will das ganz große Papier“, hieß es, und schon waren die Künstler eifrig am Malen.

Im Laufe des Vormittags wurden die Kinder immer neugieriger und die Ideen flossen: Es entstanden ganz verschieden gestaltete Teller und wurden zu einer Skulptur verbunden. Die Künstlerinnen und Künstler malten kleine und große Bilder. Viele Entdeckungen wurden gemacht: „Guck mal, der Tisch ist jetzt ganz bunt!“ Die Kinder sammelten Steine, bemalten sie, tauchten sie in Farbe oder stapelten sie. Und sie testeten einen Diaprojektor und Lichtlupen aus.

Dazwischen blieb ausreichend Zeit für fantasievolles Spiel im Garten: Schätze mussten entdeckt werden, ein Plastikmesser wurde zum Werkzeug, ein langes Band machte aus Kindern Zirkusartisten, die Schaukel war ein Boot auf hoher See. Gemeinsames Mittagessen und ein Picknick-Snack am Nachmittag unterm Baum im Schatten rundeten diesen großartigen Tag ab.

Das FANTASIELABOR, ein Ort der verzaubert!

Monika Kellner

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Fantasielabors:  fantasielabor.froebel.info